Zertifizierung nach Heumilch-Regulativ

Heumilch als „garantiert traditionelle Spezialität“

Der Kontrollverein Ökologischer Landbau e. V. ist für den Bereich Heumilch als „garantiert traditionelle Spezialität“ nach der Verordnung (EG) Nr. 1151/2012, Titel III akkreditiert und in Baden-Württemberg und Bayern als Zertifizierungsstelle zugelassen.

Seit März 2018 sind alle Erzeuger, die die Bezeichnung Heumilch g.t.S. nutzen möchten, zur Heumilch-Zertifizierung verpflichtet.

Die Heumilch-Zertifizierung kann sowohl in Kombination mit der Öko-Zertifizierung nach den VO (EG) 834/2007 und VO (EG) 889/2008 als auch davon unabhängig abgewickelt werden.

» Hier finden Sie weitere Informationen zur Zertifizierung von Heumilch g.t.S

Bei Interesse oder Rückfragen wenden Sie sich gerne an uns!
Info-Telefon: 0721/35 239-10

» Allgemeine Informationen zum Thema Heumilch

Hintergrund zur Heumilch g.t.S.

Die ARGE Heumilch Österreich hat im Jahr 2012 den Antrag auf Eintragung von Heumilch als „garantiert traditionelle Spezialität“ gestellt und dazugehörige Anforderungen an die Erzeugermethode sowie charakteristische Merkmale des Produkts beschrieben.

Daraufhin trat am 22.03.2016 die Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2016/304 zur Eintragung einer Bezeichnung in das Register der garantiert traditionellen Spezialitäten für Heumilch in Kraft. Es wurde eine zweijährige Übergangsfrist festgelegt, sodass ab dem 22.03.2018 alle Erzeuger, die die Bezeichnung „Heumilch g.t.S.“ nutzen möchten, zur Einhaltung der betreffenden EU-Verordnungen verpflichtet sind.

Die Einhaltung dieser Verordnungen wird im Zertifizierungsverfahren geprüft, für welches eine nach DIN EN ISO/IEC 17065 akkreditierte Kontrollstelle für jedes Bundesland von der dort zuständigen Behörde zusätzlich zugelassen sein muss.

Heumilch wird als traditionelles Produkt geschützt, das laut Produktspezifikation „den spezifischen Charakter des Agrarerzeugnisses oder Lebensmittels wiedergibt“. Mit der Heumilchwirtschaft als ursprüngliche Form der Milcherzeugung soll eine Tradition erhalten werden.

Das Hauptaugenmerk liegt zunächst im Verzicht von Gärfuttermitteln und widersetzt sich somit der Entwicklung der industriellen Milcherzeugung seit den 1960er Jahren, die durch zunehmende Mechanisierung und dem Einsatz von konservierten Futtermitteln wie Silagen geprägt ist.

Daneben wird bei der Heumilcherzeugung grundsätzlich der Einsatz gentechnisch veränderter Tiere und Futtermittel ausgeschlossen.

Weitere Informationen zu den Vorschriften der Heumilchproduktion und zur zulässigen Kennzeichnung finden Sie in unserem Merkblatt Heumilch als garantiert traditionelle Spezialität.

Verordnungen für den Bereich Heumilch g.t.S.